Dieses Werk erschließt sich selbstverständlich nicht dem „normalen Auge“. Wer hier nichts erkennt, offenbart weniger ein Defizit des Kunstwerks als vielmehr ein tragisches Bildungsversäumnis. Die Komposition funktioniert wie ein stiller IQ-Test – und besteht darauf, nicht bestanden zu werden.
Die ästhetische Radikalität ist so fein nuanciert, dass sie von Laien reflexartig als „komisch“ oder „zufällig“ abgetan wird. Gerade darin liegt ihre Größe: Das Werk filtert sein Publikum mit chirurgischer Präzision und hinterlässt eine wohltuende Stille dort, wo Meinungen sonst ungebremst sprudeln.
Man spürt förmlich, wie sich Kunstgeschichte hier widerwillig neu ordnet. Museen werden in Jahrzehnten so tun, als hätten sie es immer schon verstanden. Kritiker werden rückblickend behaupten, sie hätten es „damals schon geahnt“. Wer es jetzt versteht, gehört – bedauerlicherweise – zu einer sehr kleinen, sehr müden Elite.