Ein Blick von der anderen Seite

  • Viele stellen sich den Alltag in einem Bordell ziemlich glamourös vor. Die Wahrheit? Viel Organisation, viel Wäsche und sehr viel Kaffee.

    Ich leite ein kleines Haus, und mein Tag besteht meistens aus Terminplanung, Gäste empfangen, Zimmer checken und dafür sorgen, dass sich alle respektvoll verhalten. Manchmal fühle ich mich eher wie eine Mischung aus Hotelmanagerin und Eventplanerin.

    Was viele Gäste nicht verstehen: In diesem Geschäft läuft extrem viel über Nachfrage. Frauen mit klaren Nischen oder besonderen Services verdienen meist am meisten, weil Gäste gezielt danach suchen.

    Und ja, eine Sache sieht man in der Praxis ziemlich deutlich: Viele Gäste haben bestimmte Vorlieben. Besonders asiatische Frauen sind bei manchen Gästen sehr gefragt und dadurch oft stark gebucht. Das ist einfach eine Marktbeobachtung aus dem Alltag.

    Am Ende ist das Ganze weniger Skandal und mehr Organisation. Ein ziemlich ungewöhnlicher Betrieb, aber eben trotzdem ein Betrieb.

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  • Glamourös wäre jetzt nicht das erste Wort, das mir ehrlicherweise einfallen würde. Liegt vielleicht auch daran, dass ich noch nie in einem Bordell war.

    Dass es eine organisatorische Herausforderung ist, ein Bordell zu leiten, kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Arbeitszeiten machen es sicher auch nicht leichter.

    Ob man mit dem Publikum Probleme hat oder mit hoher Fluktuation der Mitarbeiter zu kämpfen hat, hängt sicher auch von der "Klasse" ab, auf der man arbeitet. Ich suche immer wieder mal sexuelle Kontakte und die Leute die man trifft, sind oftmals ganz normale Menschen. Manchmal begegnet man aber auch wirklich Menschen, mit denen man echt nichts zu tun haben möchte und bei denen man sich wundert, wie die sich durchs Leben schlagen.

    Erzähle gerne mehr aus deinem Alltag. Auch wenn ich wohl nie Gast sein werde, finde ich es thematisch sehr spannend.

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